Val d'Isère
Hoch oben, zuhinterst in der Tarentaise: die Face de Bellevarde über den Dächern und Schnee bis in den Mai
Val d'Isère liegt zuhinterst in der Tarentaise auf rund 1.850 Metern, und im Winter ist hier Endstation: Vom Herbst bis in den Sommer liegt der Col de l'Iseran unter Schnee. Durchreisende gibt es keine; wer kommt, kommt wegen der Berge. Das Skigebiet von Tignes und Val d'Isère umfasst rund 300 Pistenkilometer und reicht bis auf über 3.400 Meter hinauf. Dank dieser Höhe dauert die Saison von Ende November bis Anfang Mai. Jean-Claude Killy ist hier aufgewachsen.
Im Winter geben die Bahnen den Takt vor. Morgens ziehen die Skifahrer die Hauptstrasse hinauf zu den Gondeln auf die Bellevarde und die Solaise, am späten Nachmittag kommen sie über die Face zurück ins Dorf. Shuttlebusse verbinden das Zentrum mit La Daille, Le Laisinant und Le Fornet. An einem Tag ohne Ski geht man im Vallon du Manchet auf Schneeschuhen oder auf der Loipe. Die Chalets liegen im Dorf oder in den Weilern, die meisten nur ein paar Schritte von einer Bahn entfernt.
Unsere Residenzen in Val d'Isère






Das Val d'Isère-Erlebnis

Restaurants
Val d'Isères kulinarische Welt ist schlichtweg außergewöhnlich

Aktivitäten
Val d'Isère: Abenteuer und Genuss jenseits der Piste

Wellness
Körper und Seele in den hohen Alpen erneuern.

Skifahren
Weitläufiges, schneesicheres Gelände an einem der feinsten Orte der Alpen.

Veranstaltungen
Val d'Isère: wo alpine Dramatik auf festliche Magie trifft
Unter der Bellevarde
Der alte Dorfkern drängt sich um die Barockkirche Saint-Bernard-de-Menthon, mit Häusern aus Stein und Holz und einer Hauptstrasse voller Geschäfte, Bäckereien und Skivermietungen. Gleich darüber erhebt sich die Bellevarde, an ihrem Fuss liegt der Zielraum der Face. Talauswärts folgt La Daille, wo eine Standseilbahn durch einen Tunnel auf den Gipfel der Bellevarde fährt. Taleinwärts liegen Le Laisinant und Le Fornet, der ruhigste der Weiler, mit einer Luftseilbahn Richtung Pissaillas-Gletscher.
Hinter Le Fornet endet die Strasse, denn der Pass nach Bonneval-sur-Arc ist den ganzen Winter gesperrt. Ohne Durchgangsverkehr sind die Abende abseits der Hauptstrasse still. Wer eine Pause von den Pisten braucht, findet im Centre Aquasportif ein Hallenbad, Kletterwände und ein Spa. In La Daille lernt man auf einem Eisparcours unter Anleitung, ein Auto oder einen Kart kontrolliert rutschen zu lassen.
Von der Face bis zur Grande Motte
Nach Angaben des Skigebiets zählt Tignes-Val d'Isère rund 300 Pistenkilometer, 160 Abfahrten und 71 Anlagen. Auf der Seite von Val d'Isère gibt es drei Sektoren: Bellevarde, Solaise und Le Fornet mit dem Pissaillas-Gletscher. Über die Bellevarde gelangt man nach Tignes, wo die Luftseilbahn auf die Grande Motte bis auf 3.456 Meter steigt, den höchsten Punkt des Gebiets. Von dort bis ins Dorf sind es über anderthalb Kilometer Höhenunterschied.
Die berühmteste Abfahrt ist die Face de Bellevarde, die der Schweizer Olympiasieger Bernhard Russi für die Herrenabfahrt von 1992 entworfen hat: steil von oben bis unten, ohne ein einziges flaches Stück. Jeden Dezember fahren die Herren hier das Critérium de la Première Neige, ein Weltcuprennen, das 1955 erstmals ausgetragen wurde; die Damen starten in La Daille auf der OK, benannt nach Henri Oreiller und Jean-Claude Killy. Bekannt ist Val d'Isère zudem für sein Gelände abseits der Pisten, das grösstenteils mit den Bahnen erreichbar ist; dorthin geht man nur mit einem Bergführer.
Mittags am Berg, abends im Dorf
Am Berg isst man savoyardisch: Fondue, Tartiflette mit Reblochon, Crozets und Diots in Weisswein. Oberhalb von La Daille, bei der Bergstation der Gondel, entstand die allererste Folie Douce, und gleich daneben liegt La Fruitière, eingerichtet wie eine alte Käserei. Auf der anderen Talseite, knapp unter der Bergstation von Le Fornet, steht das Edelweiss, eine kleine Hütte an der Piste, für die man besser reserviert.
Wenn die Bahnen schliessen, zieht das Après-Ski in die Bars der Hauptstrasse und auf die Terrassen am Fuss der Face. Zum Käse passt ein weisser Savoyer, ein Jacquère oder ein Chignin-Bergeron, nach dem Essen ein Glas Génépi. Im Januar bringt das Festival Classicaval klassische Konzerte ins Dorf.
Eine Woche in Val d'Isère
Die Olympiaabfahrt von 1992, vom Gipfel der Bellevarde bis mitten ins Dorf.
Mit der Luftseilbahn von Tignes auf 3.456 Meter, zum höchsten Punkt des Skigebiets.
Gelände abseits der Pisten, mit den Bahnen erreichbar und mit einem Bergführer befahren.
Loipen im Vallon du Manchet und weiter oben eine Runde am Lac de l'Ouillette, erreichbar mit der Solaise-Gondel.
Eine Lektion im Lenken und Rutschen auf dem Eisparcours, im Auto oder im Kart.
Auf präparierten Wegen rund ums Dorf und hinein ins stille Vallon du Manchet.
Wussten Sie schon?
Die erste Folie Douce war ein Selbstbedienungsrestaurant oberhalb von La Daille; heute gibt es solche Bergterrassen in den ganzen Alpen.
Seit der Loi Montagne von 1985 ist Heliskiing in Frankreich verboten: Skifahrer dürfen nicht per Helikopter auf einem Gipfel abgesetzt werden.
Jean-Claude Killy, der in Val d'Isère aufgewachsen ist, gewann 1968 in Grenoble alle drei olympischen Goldmedaillen im alpinen Skisport.
Auf der Face de Bellevarde wurden 1992 die olympische Abfahrt, der Super-G und der Riesenslalom der Herren ausgetragen; 2009 folgten hier die Weltmeisterschaften.
