Lech
Ein Walserdorf am Weissen Ring, das die Zahl der Skifahrer pro Tag bewusst begrenzt
Lech liegt auf 1.444 Metern in Vorarlberg, auf der Nordseite des Arlbergs; um 1300 liessen sich hier Walser aus dem Wallis nieder. Im Winter lebt das Dorf auf zwei Ebenen: unten der Fluss, die alte Kirche und die Hotels an der Hauptstrasse, oben die Sonnenterrassen von Oberlech, das man vom Zentrum aus in vier Minuten mit der Seilbahn erreicht. Der Zwiebelturm der alten Kirche St. Nikolaus bleibt auch im tiefen Schnee das Wahrzeichen des Tals. Ein paar Kilometer weiter liegt Zürs, auf 1.717 Metern am Flexenpass. Gemeinsam bilden die beiden Orte den westlichen Teil von Ski Arlberg, dem grössten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs.
Seit Jahrzehnten setzt sich Lech selbst eine Grenze: Sind genug Skifahrer am Berg, werden keine Tageskarten mehr verkauft. Diese Zurückhaltung prägt den Ort. Gefahren wird auf breiten, sorgfältig gepflegten Pisten, ins Tiefschneegelände geht es mit Bergführer oder Helikopter, und der Tag endet eher am Tisch als auf der Tanzfläche. Die Chalets stehen in Lech selbst, in Oberlech und in Zug, mit Blick über das Tal.
Unsere Residenzen in Lech






Das Lech-Erlebnis

Restaurants
Lechs außergewöhnliche Gastronomieszene erwartet Sie an Ihrem Tisch

Aktivitäten
Lech: wo das alpine Abenteuer keine Grenzen kennt

Wellness
Geist und Körper in den österreichischen Alpen erholen.

Skifahren
Wo das größte Skiterrain der Alpen auf Sie wartet

Veranstaltungen
Ein Kalender voller Kultur, Musik und alpiner Magie.
Lech, Oberlech und Zürs im Winter
Das Dorf folgt dem Lauf des Lech: die Kirche auf ihrem Hügel, darunter Hotels, Geschäfte und Terrassen am Wasser. Vom Zentrum fährt die Seilbahn nach Oberlech, einem Weiler aus Hotels und Chalets auf einer sonnigen Geländestufe; von dort führt eine beleuchtete und beschneite Schlittelbahn über 1,2 Kilometer zurück ins Dorf. Rund um Lech sind etwa 40 Kilometer Winterwanderwege präpariert, einer davon zum Skyspace von James Turrell bei Oberlech, der auch im Winter offen ist.
Zürs am Flexenpass ist kleiner, liegt höher und hat einen eigenen Natureisplatz. Hinter Lech, am Eingang eines stillen Seitentals, folgt Zug; eine Pferdeschlittenfahrt dorthin gehört zu den Klassikern des Lecher Winters. Langläufer finden sechs Loipen mit zusammen rund 27 Kilometern, dem Fluss entlang und durch das Zugertal, und in Lech selbst gibt es eine Eishalle.
Der Weisse Ring und die Flexenbahn
Rund um das Dorf zieht sich der Weisse Ring: 22 Kilometer über Zürs, das Madloch, Zug und Oberlech, seit den 1950er-Jahren die klassische Skirunde des Gebiets. Mitte Januar wird daraus ein Rennen mit 1.000 Teilnehmern, die im Zehn-Sekunden-Takt am Rüfikopf starten; der Streckenrekord von gut 44 Minuten hält seit 2010. Abseits der Runde locken Abfahrten wie der Lange Zug, eine der steilsten Pisten des Gebiets, und das Zürser Täli.
Seit dem Winter 2016/17 verbindet die Flexenbahn Zürs mit Stuben und damit mit St. Anton; seither ist ganz Ski Arlberg auf Ski erreichbar: rund 300 Pistenkilometer, 85 Bahnen und Lifte und über 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten. Lech Zürs ist ausserdem der einzige Ort Österreichs, an dem Heliskiing erlaubt ist. An Werktagen fliegt der Helikopter vom Kriegerhorn oder vom Flexenpass zum Mehlsack oder ins Schneetäli, und ein staatlich geprüfter Skiführer begleitet die rund einstündige Abfahrt nach Zug.
Lange Mittagessen, ruhige Abende
Lech und Zürs zählen zusammen fast neunzig Restaurants, 22 davon mit Hauben von Gault&Millau: viel für eine Gemeinde mit etwa 1.600 Einwohnern. In Oberlech zählt die Griggeler Stuba zu den gefeierten Adressen, und auch in Zug und in den Hotels im Dorf gibt es Tische, für die Gäste eine weite Anreise in Kauf nehmen. Am Berg isst man einfacher: Käsknöpfle mit geschmolzenem Bergkäse und Röstzwiebeln oder ein Brett mit Vorarlberger Bergkäse zum Wein.
Das Après-Ski ist hier massvoller als auf der anderen Seite des Passes. Für viele ist die Balmalp bei der Bergstation der Zugerbergbahn am Nachmittag die erste Adresse; auf der Terrasse der Rud-Alpe, einer rund 250 Jahre alten Bauernhütte, spielt oft Livemusik; und mitten im Dorf liegt die Schneggarei direkt an der Piste, mit Holzofenpizza und offenem Kamin. Danach geht es zurück ins Chalet; gegessen wird später am Abend.
Eine Woche in Lech
22 Kilometer rund um Lech, Zürs und Zug, bequem an einem Tag zu schaffen.
An Werktagen mit Skiführer zum Mehlsack oder ins Schneetäli, dann in rund einer Stunde hinunter nach Zug.
Von Oberlech 1,2 Kilometer auf beleuchteter Bahn hinunter ins Dorf.
Eine Winterwanderung von Oberlech zum Lichtraum von James Turrell am Tannegg.
Sechs Loipen mit rund 27 Kilometern, darunter eine dem Lech entlang nach Zug.
Auf Ski über Zürs und Stuben nach St. Anton und vor der letzten Bahn wieder zurück.
Wussten Sie schon?
Die Grenze für Lech Zürs liegt bei rund 14.000 Skifahrern pro Tag. Ist sie erreicht, verkaufen St. Anton und Stuben nur noch Karten, die für ihre eigenen Bahnen gelten.
Anfang des 20. Jahrhunderts gab der Skipionier Viktor Sohm in Zürs die ersten Skikurse, und Ende der 1930er-Jahre lief dort der erste Schlepplift Österreichs.
Die Skischule Lech wurde 1925 gegründet; der erste Lift des Dorfes folgte 1939 am Schlegelkopf.
Erst die Flexenstrasse, zwischen 1895 und 1900 gebaut, gab Lech eine richtige Verbindung zur Aussenwelt. Das Dorf zählte damals 340 Einwohner.
